"Die Chroniken Von Waldsee" von USCHI ZIETSCH

READER'S CORNER von Alisha Bionda

"Die Chroniken Von Waldsee" von USCHI ZIETSCH

© Crossvalley Smith

Lebendige All-Age-Phantastik in einer Mixtur aus exotischem Abenteuer und klassischer Fantasy.

In diesem Beitrag möchte ich den Lesern von GothicParadise.de eine Fantasy-Trilogie der Erfolgsautorin USCHI ZIETSCH (vielen "Perry-Rhodan"-Lesern auch unter ihrem Pseudonym SUSAN SCHWARTZ bekannt) ans Herz legen, die bei Bastei Lübbe erschienen ist und für Furore sorgte.

USCHI ZIETSCH wurde 1961 geboren, absolvierte ihr Abitur in München und studierte anschließend Jura, Politik, Theaterwissenschaft und Geschichte.
Ihr erster Roman „Sternwolke Und Eiszauber“ erschien 1986 im Heyne-Verlag. Kurz darauf gründete sie ihren eigenen Verlag: Fabylon.
In den Folgejahren schrieb sie etliche Romane für Serien wie "DSA", "SunQuest", "Elfenzeit" und für TV-Serien, darüber hinaus viele Dutzend Heftromane und Titel für die Serien "Perry-Rhodan", "Atlan", "Maddrax" und "Bad Earth".
USCHI ZIETSCH lebt als freiberufliche Schriftstellerin auf einem kleinen Hof im Unterallgäu, schreibt Bücher und Kurzgeschichten, gibt Schreibseminare für angehende Autoren in Österreich und Deutschland und verlegt weiterhin nicht nur textlich herausragende, sondern auch optisch sehr ansprechende Bücher bei Fabylon.

Nun einige Worte zu den Bänden der Fantasy-Trilogie „Die Chroniken Von Waldsee“:

DÄMONENBLUT
Band 1
Taschenbuch, 366 Seiten - 14,00 Euro
ISBN: 9783404285174, Apr. 2008

"Die Chroniken Von Waldsee" Teil 1

Im großen Land Valia gelten Dämonen als Anhänger der Finsternis. Zumeist stimmt das auch. Doch hin und wieder wechseln auch Dämonen die Seiten...

Rowarn ist kein gewöhnlicher junger Mann. Seit jeher neigt er zu Gewaltausbrüchen. Eines Morgens erwacht er im Wald, neben sich die Leiche einer furchtbar zugerichteten Frau. Schon bald bezichtigen die Dorfbewohner ihn des Mordes und fordern Vergeltung. Rowarn kann sich nicht erinnern, die Tat begangen zu haben.
Was er nicht weiß: Er hat eine finstere Vergangenheit, in der uralte Dämonen schlummern.

Leseprobe: www.literra.info/buecher/leseprobe.php?id=338

NACHTFEUER
Band 2
Taschenbuch, 429 Seiten - 14,00 Euro
ISBN: 9783404285204, Jul. 2008

"Die Chroniken Von Waldsee" Teil 2

Die Schlacht gegen die Finsternis ist noch nicht vorbei.
Der junge Ritter Rowarn zieht mit seinen Gefährten in das sagenhafte Reich der Heilerin Arlyn. Bald treffen von überall Verbündete von Ardig Hall ein, und man schmiedet Pläne, die lichtlose Burg des Feindes Femris anzugreifen und ihm die drei geraubten Splitter eines magischen Artefakts zu entreißen. Doch da kreuzt der junge Ritter Rowarn unerwartet den Weg des gefürchteten Dämons Nachtfeuer...

PERLMOND
Band 3
Taschenbuch, 429 Seiten - 14,00 Euro
ISBN: 9783404285228, Sep. 2008

"Die Chroniken Von Waldsee" Teil 3

Das Schicksal der Welt Waldsee, zu einer Bastion der Finsternis gewandelt zu werden, scheint besiegelt. Hoffnung gibt es nur noch, wenn es dem Jungen Rowarn rechtzeitig gelingt, die verloren gegangenen Splitter eines magischen Artefakts dem finsteren Femris zu entreißen. Der junge Ritter muss dazu Wege beschreiten, die normalen Sterblichen verschlossen sind ... und die ihn bis ins Dämonenreich führen.

Den drei Bänden soll nun der Titel „Nauraka“ folgen

NAURAKA - Volk der Tiefe
Taschenbuch, 493 Seten – 15,00 Euro
ISBN: 978-3-404-28534-1

Sie atmen Wasser und wandeln auch auf der Erde. Sie haben Fähigkeiten, die die eines gewöhnlichen Sterblichen bei weitem überschreiten. Sie sind die Nauraka, und sie leben auf Waldsee, einer Welt voller mystischer und absonderlicher Wesen und Dämonen. Erenwin ist einer von ihnen.
Eines Tages findet Erenwin auf dem Meeresgrund einen alten Gegenstand: eine seltsame Perle. Plötzlich hört er merkwürdige Stimmen, und dann taucht vor ihm ein Geschöpf aus den dunklen Fluten auf, ein Geschöpf, wie es die Nauraka noch nie zuvor gesehen haben...

Ich habe USCHI ZIETSCH zur ihrer „Die Chroniken Von Waldsee“-Trilogie befragt, und sie hat dankenswerterweise so ausführlich geantwortet, dass jedem Interessierten Aufschluss über die unterhaltsame Fantasy-Welt der Autorin gegeben wird.

"DIE CHRONIKEN VON WALDSEE" von USCHI ZIETSCH
Alisha Bionda: Waldsee gehört zu den ältesten und größten Welten des Träumenden Universums. Eine Welt voller Magie, alter Völker und Artefakte. Wie kam es zu der Idee dazu? Wann wurde sie in dir geboren? Wie hat sie sich entwickelt?

Uschi Zietsch: Das Träumende Universum wurde vor 32 Jahren geboren – also 1977 – als ich mit meinem dicken, niemals veröffentlichten Fantasy-Erstling anfing. Ich schrieb damals zum ersten Mal überhaupt in diesem Bereich, und daraus entwickelte sich sehr schnell nicht nur eine Geschichte, sondern ein ganzes Universum, weil erst so viele Fragen über den Hintergrund beantwortet werden mussten, bevor ich die eigentliche Geschichte erzählen konnte. Ich legte mir damals einen Karteikasten an, der schnell auf über 1000 Stichpunkte anschwoll. Das ist mir heute noch nützlich, weil mir die Zusammenhänge natürlich nicht mehr so bewusst sind, und weckt nostalgische Erinnerungen.
Nachdem ich meinen Erstling abgeschlossen und erste Kontakte zu Verlagen geknüpft hatte, entwickelten sich auch die Geschichten und vor allem Welten im Träumenden Universum rasch weiter. Neben der Zaubererwelt Lerranee aus „Sternwolke Und Eiszauber“ drängelte sich auf einmal Waldsee in den Vordergrund, diese große alte, wunderbare Welt. Die erste Geschichte daraus war der „Stern Der Götter“, der auf einer Insel spielt, doch Waldsee hatte noch mehr zu bieten – und da hatte ich auf einmal das Stichwort „Visionenritter“ im Kopf, das war der zündende Funke, und ich entwickelte eine Idee mit ein paar Szenen drumherum, die dann gut 20 Jahre in der Schublade vor sich hinschlummerte. Als ich nach langer Zeit wieder eigene Projekte verfolgen wollte, drängelte sich die Grundidee hartnäckig vor alle anderen, ich machte daraus ein Konzept und bot es der Verlagsgruppe Lübbe an, die sofort zugriff.

Alisha Bionda: Gibt es für den Fantasyleser etwas Besonderes in der Welt von Waldsee zu entdecken? Was grenzt sie von den gängigen Fantasy-Mehrteilern ab?

Uschi Zietsch: Abgesehen von Menschen und Zwergen (die bei mir allerdings anders sind als das übliche Klischee, beispielsweise sind Zwergenfrauen äußerst sexy, geschäftstüchtig und haben keinen Bart) sind die Völker und Strukturen von mir gestaltet und haben nichts mit den klassischen „Mittelerde“-Grundlagen gemein. Auch die Schöpfungsmythologien und göttlichen Gesetzmäßigkeiten unterscheiden sich ganz erheblich, da ein ganzes Universum den Hintergrund bildet, dessen Struktur und Entwicklung eindeutig definiert ist. Die Welten sind oftmals miteinander durch Tore verbunden, und es ist auch möglich, mit Sternen(segel)schiffen zu reisen. Das Universum selbst ist auch belebt, da es eine gewisse Atmosphäre gibt.
Die Trilogie ist in eine viel größere Geschichte eingebettet (was aber völlig unaufdringlich einfließt), auch wenn sie in sich abgeschlossen ist. Als Ambiente habe ich das späte Mittelalter mit Rittertum gewählt, dem vor allem die Menschen anhängen – kein Wunder, da sie so gut wie nicht über Magie verfügen, müssen sie sich ja irgendwie gegen die zahlreichen anderen Völker behaupten können. Der durchschnittliche Standard ist so um das 17.-18. Jahrhundert anzusiedeln. Würde mich aber nicht wundern, wenn da irgendwo Dampfmaschinen rumfahren, auch wenn sie bisher nicht erwähnt wurden. Skurriles und Phantasievolles ist an fast jedem Ort auf Waldsee zu finden, auch viele märchenhafte Elemente, Strukturen und Geschichten. Da gibt es noch viele Geschichten zu entdecken und vor allem Völker.

Alisha Bionda: Schildere den Lesern doch bitte, was sie in der “Chroniken Von Waldsee”-Trilogie zu erwarten haben.

Uschi Zietsch: Im ersten Band „Dämonenblut“ lernen wir den jungen Rowarn kennen, der im abgeschiedenen Tal Inniu von zwei Pferdmenschen, den Velerii Schneemond und Schattenläufer, aufgezogen wird. (Velerii bedeutet „Schnell wie der Wind“.) Der schüchterne Rowarn sieht aus wie ein Mensch, doch niemand kennt seine Herkunft, und er ist wegen seiner unkontrollierbaren Gewaltausbrüche ein Außenseiter. Und so erwacht er eines Morgens nach einem Frühlingsfest neben der grausam verstümmelten Leiche eines Mädchens. Das Dorf verlangt Vergeltung, und nicht einmal Rowarn selbst ist sicher, dass er unschuldig ist.
Da trifft eine Ritterschar ein unter Führung des Fürsten Noïrun Ohneland, auf der Suche nach neuen Rekruten. Mit der Unterstützung des Fürsten können die wahren Mörder gefunden werden, doch für Rowarn ist es eine schicksalhafte Begegnung. Der Fürst berichtet Rowarns Zieheltern, dass das legendäre Schloss des Friedens, Ardig Hall, gefallen und Königin Ylwa ermordet worden sei – von dem Dämon Nachtfeuer. Rowarn erfährt nun von seinen geschockten Zieheltern, dass er Ylwas Sohn sei, die ihn einst den Pferdmenschen anvertraut hatte. Er entscheidet sich, mit dem Fürsten in den Krieg gegen den Unsterblichen Femris zu ziehen, dem Angreifer von Ardig Hall. Grund des Kampfes ist ein bedeutendes Artefakt, genannt das Tabernakel, das einst in sieben Teile zerschmettert wurde, und eines davon hat Femris in Ardig Hall an sich gebracht. Niemand weiß, was geschieht, wenn alle Splitter wieder zusammengesetzt werden, doch es ist bekannt, dass das Tabernakel ungeheure Kräfte in sich birgt und seit seiner Entdeckung viel Leid und Tod über die Welt gebracht hat. Königin Ylwa entstammt einem Meervolk, den Nauraka, das einst das Tabernakel fand und dadurch beinahe vernichtet wurde. Um das Volk zu retten, ging eine Sippe mit dem Tabernakel an Land, um es dort vor den Zugriffen anderer Mächte zu bewahren, bis seine Bestimmung offenbar würde.
Rowarn ist das Tabernakel und sein königliches Erbe herzlich egal, er geht mit dem Fürsten, um Rache für die Ermordung seiner Mutter zu nehmen. Der Fürst und sein Stellvertreter, Kriegskönig Olrig von den Zwergen, nehmen Rowarn unter ihre Fittiche. Als Knappe erhält er eine Ausbildung zum Ritter. Der Weg nach Ardig Hall ist lang und gefahrenvoll, und die Rekruten müssen zusammenrücken und zusammenwachsen, um als künftige Soldaten bestehen zu können.
Vor Ardig Hall dann kommt es zur entscheidenden Schlacht gegen Femris. Unerwartete Unterstützung gibt es durch das Eintreffen eines legendären Visionenritters, dessen Fähigkeiten die Übermacht des Feindes auszugleichen scheinen. Während der letzten Auseinandersetzung glaubt Rowarn, den Dämon Nachtfeuer zu erkennen, und gerät in Gefangenschaft.

Im zweiten Band „Nachtfeuer“ macht Rowarn ein Martyrium im Lager des Feindes durch. Heerführer Heriodon nimmt sich seiner besonders an und foltert den jungen Mann mit immer neuen, raffinierteren Methoden. Selbst als Rowarn entkommt, ist er noch lange nicht von Heriodon befreit, der sich seines Geistes bemächtigt hat und ihm weitere Grausamkeiten zufügt. Nicht einmal im wundersamen Reich Farnheim der Heilerin Arlyn ist er vor dem Feind sicher.
Gemeinsam mit dem Fürsten zieht er gegen Dubhan, den Sitz von Femris, und trifft schließlich auf Nachtfeuer.

Im Abschlussband „Perlmond“ wird der Kampf gegen Femris fortgesetzt. Rowarn macht sich auf die Suche nach den restlichen Splittern des Tabernakels, um es zusammenzuführen. Dabei ist Rowarn auf einer mythischen Quest unterwegs, in phantastische Reiche, bis zu den Dämonen, und muss sich immer neuen Prüfungen stellen.
Während vor Dubhan die Entscheidungsschlacht tobt, stellt Rowarn sich der letzten Auseinandersetzung mit Femris – und alles geht anders aus, als es sämtliche Beteiligten erwartet hätten.

Dies ist nur eine oberflächliche Zusammenfassung, um nicht zu viel von den Entwicklungen und Wendungen, die sich in jedem Band finden, zu verraten. Vieles, das offenkundig scheint, wird dann doch „gegen den Strich gebürstet“.

Alisha Bionda: Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Bastei Lübbe? Und wie gestaltet sie sich?

Uschi Zietsch: Ich lernte den Lektor, Ruggero Leò, auf der Buchmesse in Frankfurt kennen, dann schickte ich ihm mein Konzept, und seither arbeiten wir sehr gut zusammen.

Alisha Bionda: Gefallen dir die Cover der Trilogie-Bände? Wurdest du in die Motivwahl und Gestaltung eingebunden?

Uschi Zietsch: Ja, die gefallen mir sehr, ich hatte sie auch vorher schon gesehen und konnte Anmerkungen machen. Mir lag daran, keine Figuren, sondern Symbole darzustellen.

Alisha Bionda: Im Oktober 2009 ist ein weiterer Band aus der Welt Waldsee geplant. Ein One-Shooter, der den Titel “Nauraka” trägt und 1000 Jahre nach den Ereignissen der Chroniken von Waldsee spielt. Erzähle uns doch schon mal mehr darüber.

Uschi Zietsch: Ich erzähle die Geschichte der Nauraka, was mit denjenigen geschah, nachdem die Sippe mit dem Tabernakel geflohen war. Das Volk entging damals nur knapp der endgültigen Vernichtung durch den so genannten alten Feind, über den nichts weiter bekannt ist. Allgemein weiß kaum jemand mehr, vor allem die Landbevölkerung nicht, dass die Nauraka überhaupt noch existieren.
1000 Jahre nach den Ereignissen der Trilogie ist von den Nauraka nur noch ein kleines, geschundenes Volk übrig, das seine Identität fast aufgegeben hat, und auch Tradition und Historie. Auch der Seedrache, einst eng verbunden mit dem stolzen Volk, das man auch von der Landbevölkerung ehrfürchtig "die Drachenzähmer" genannt hat, scheint für immer verschwunden. Es gibt nur noch einen Nauraka, der immer wieder an die Vergangenheit erinnert und mahnt, den Alten Feind nicht zu vergessen, der noch irgendwo da draußen sei und auf Rache sinnen würde. Man hält den alten Mann für einen Spinner.
Erzählt wird die Geschichte eines adligen Geschwisterpaares, Erenwin und Lurdèa, die beide auf ihre Weise versuchen, das Volk zu retten. Erenwin ist dabei der Träumer, der ungewollt von einem Abenteuer ins nächste stolpert und dabei die größte Katastrophe verursacht, wohingegen Lurdèa versucht, die Traditionen zu wahren und dem Volk zu neuer Blüte zu verhelfen, und dabei vor allem Gewalt und Missbrauch ausgesetzt ist. Durch ein großes Unglück verschlägt es beide an Land, aber getrennt voneinander, und eine jahrelange Odyssee beider beginnt. Erenwin hat dabei noch das Problem, dass er zuvor auf dem Meeresgrund eine schwarze Perle gefunden hat, die ihn seither verändert - innerlich wie äußerlich. Je mehr böse Taten er begeht, desto schwärzer wird sein Aussehen und nimmt groteske Formen an, die sich immer mehr einem Ungeheuer angleichen. Wie ein Fluch, von dem er lange Zeit nicht weiß, wie er sich befreien kann.
Am Ende kehrt der Alte Feind ins Meer zurück, um sein Werk zu vollenden ... tja, mehr verrate ich nicht.

Alisha Bionda: Sind noch mehr Bände aus der Welt von Waldsee geplant?

Uschi Zietsch: Ja, schon nächstes Jahr im Spätherbst. Da geht es um ein bisher nicht beschriebenes Volk, die Fyrgar. Wer ein bisschen Altenglisch versteht und sich auch das waldseeische Glossar schon mal angeschaut hat, kann sich bereits eine ungefähre Vorstellung machen. Dieser Roman wird Motive eines Schelmenromans aufgreifen und viele skurrile Abenteuer zu bieten haben. Die Fyrgar an sich sind schon sehr interessant und außergewöhnlich, da sie - auch körperlich - verschiedene Lebens-/Entwicklungsstadien durchlaufen, die sie durch nicht minder außergewöhnliche Umstände erreichen.

Alisha Bionda: Dein bei “Fabylon” erschienener Einzeltitel “Der Stern Der Götter”, handelt von eben jenem titelgebenden magischem Artefakt und dem Kampf darum, und spielt ebenfalls in der Welt von Waldsee. Von der Handlung/Zeit her vor der Trilogie. Schildere doch ein wenig von dem Plot und warum der Roman für die Leser der Trilogie von Interesse ist, auch wenn er in sich abgeschlossen ist.

Uschi Zietsch: Held der Geschichte ist ein Mann namens Halrid Falkon, dessen Lebensweg wir ab seiner Kindheit verfolgen. Er wird während eines Sturms auf einer Türschwelle gefunden und ist für die Menschen von absonderlichem Aussehen – das Gesicht durch eine Narbe entstellt, außerdem dunkel, was sonst niemand ist. Bis Anfang 20 ist er äußerst seltsam, weil nur nach innen gerichtet, er kommuniziert kaum und ist völlig emotionslos, seine Augen leer. Erst durch ein außergewöhnliches magisches Ereignis erwacht er plötzlich und erfährt von einem Drachen das Geheimnis seiner Herkunft. Er stammt mütterlicherseits von den Annatai ab, einem mächtigen Zauberervolk, das als Lehrmeister der Völker durchs Universum zieht. Die Umstände seiner Zeugung waren nicht besonders angenehm, und die Mutter hat das Neugeborene ausgesetzt und mit einem Schutz versehen, um es vor dem Vater zu verstecken. Doch nun ist die Konfrontation der beiden unvermeidlich, da es um den Stern der Götter geht, der unendliches Glück und unendliche Macht verheißen soll.
Diese ältere und auch früher veröffentlichte Geschichte von Waldsee ist quasi eine Ergänzung zur Trilogie, da Halrid Falkon in der Trilogie einen „Cameo“-Auftritt hat (na, eigentlich zwei), und seine Mutter die Gründerin des Ordens der Visionenritter ist.

Mehr zur Autorin:
Im Jahre 2008 errang USCHI ZIETSCH mit ihrer Story "Aische" den 1. Platz des Literaturpreis Amnesty International »Menschenrechte«.

Weitere Infos über Uschi Zietsch findet man hier:
http://www.uschizietsch.de/index.php
http://www.literra.info/buecher/autor.php?id=99

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Alisha Bionda  [16.9.09]